Die F-Serie250
Kompakter Flanschreaktor für anspruchsvolle Synthesen im kleinen Maßstab. Ideal für erste Versuche unter extremen Druck- und Temperaturbedingungen.
Der leistungsstärkste Reaktor im Programm: bis 400 bar Betriebsdruck und bis zu 500 °C in der Hochtemperaturvariante. Flanschverschluss für maximale Betriebssicherheit, breiteste Materialauswahl und volle Kompatibilität der Deckel von F250 bis F1000.
Spezifikationen
Alle HiClave-F-Modelle im Vergleich. Deckel von F250 bis F1000 sind vollständig untereinander austauschbar.
| Modell | Volumen | Innendurchmesser | Max. Druck | Max. Temperatur | Anschlüsse (Deckel) | Rührsysteme |
|---|---|---|---|---|---|---|
Die F-Serie250
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250 ml | ø 60 mm | 400 bar | 350 °C (opt. 500 °C) | bis 8 | Magnet- & Überkopfrührer |
Die F-Serie500
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500 ml | ø 88 mm | 400 bar | 350 °C (opt. 500 °C) | bis 8 | Magnet- & Überkopfrührer |
Die F-Serie1000
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1000 ml | ø 88 mm | 400 bar | 350 °C (opt. 500 °C) | bis 8 | Magnet- & Überkopfrührer |
Modellvarianten
Drei Volumenstufen für jeden Anwendungsfall — gleiche Druckklasse, gleiche Materialqualität, gleiche Deckelkompatibilität.
Kompakter Flanschreaktor für anspruchsvolle Synthesen im kleinen Maßstab. Ideal für erste Versuche unter extremen Druck- und Temperaturbedingungen.
Die meistgewählte Variante der F-Serie. Mehr Arbeitsvolumen für Hochdrucksynthesen, Katalysatortests und kontinuierliche Prozessversuche.
Maximales Volumen der F-Linie. Für groß angelegte Hochdrucksynthesen und Scale-up-Studien unter Extrembedingungen bei unverändert 400 bar.
Vorteile
Der Die F-Serie setzt den Maßstab im Programm: höchste Druckklasse, umfangreichste Materialauswahl, maximale Flexibilität.
Bis 400 bar Betriebsdruck — der höchste Wert im gesamten Programm. Für Anwendungen, bei denen andere Reaktoren an ihre Grenzen stoßen.
Standard 350 °C, auf Anfrage als Hochtemperaturvariante bis 500 °C lieferbar. Erschließt Prozesse in der Grenzschicht von Hydrothermalsynthese und Pyrolyse.
Der Flanschverschluss gewährleistet maximale Betriebssicherheit und die breiteste Auswahl an Dichtungswerkstoffen — ausschlaggebend bei extremen Medien.
1.4571 (316Ti), Hastelloy C276, Tantal-Beschichtung, PTFE- und PFA-Einsatz — die umfangreichste Werkstoffpalette aller HiClave-Serien für aggressivste Medien.
Magnetisch gekoppelter Rührer und Überkopfrührer kombinierbar. Fünf auswechselbare Rührergeometrien in PTFE, Edelstahl oder Hastelloy für jede Viskosität und Kinetik.
Vollständige CE-Konformität nach Druckgeräterichtlinie PED 2014/68/EU. Geprüft auf deutlich höhere Prüfdrücke als den Betriebsdruck — dokumentierte Sicherheitsreserve.
Werkstoffe
Die F-Serie bietet die breiteste Werkstoffpalette aller HiClave-Modelle. Der Flanschverschluss erlaubt auch die Auswahl exotischer Dichtungsmaterialien für aggressive Medien.
| Werkstoff | Korrosionsbeständigkeit | Typische Anwendungen |
|---|---|---|
| 1.4571 (316Ti) Standard | Sehr gut gegen Säuren, Laugen, Chloride (moderate Konzentration) | Allgemeine Hochdrucksynthese, Katalysatorscreening, wässrige Systeme |
| Hastelloy C276 Hochkorrosion | Hervorragend gegen starke Säuren (HCl, H₂SO₄), Oxidationsmittel und chlorhaltige Medien | Agressive Säuren, Gashydrate, halogenhaltige Synthesen, Hochtemperaturreaktionen |
| Tantal-Beschichtung Speziell | Überlegene Beständigkeit gegen nahezu alle Mineralsäuren und Salzsäure bis zum Siedepunkt | Konzentrierte HCl, HF-Spuren, pharmazeutische Reaktionen, Edelmetallsynthesen |
| PTFE / PFA-Einsatz Inert | Chemisch nahezu universal inert; kein Metallaustrag in Reaktionsmedium | Ionenaustauscherprozesse, Lebensmittelanalytik, reinste Produktanforderungen, Spurenanalytik |
Dichtungswerkstoffe: PTFE, Graphit, Viton® (FKM), Kalrez®, Silikon — je nach Medium und Temperatur. Der Flanschverschluss ermöglicht den Wechsel zu Sonderdichtungswerkstoffen, die bei Schraubreaktoren konstruktiv nicht realisierbar sind. Individuelle Werkstoffe auf Anfrage.
Agitation
Magnetisch gekoppelter Rührer und Überkopfrührer in einer Anlage kombinierbar. Fünf Rührergeometrien für jeden Viskositätsbereich.
Niedrige Viskositäten, intensive Durchmischung, hohe Drehzahlen. Geeignet für Gasphasenreaktionen und Gasabsorption.
Wandnahe Durchmischung, ideal für hochviskose Medien und pastöse Substanzen. Verhindert Anbackungen an der Reaktorwand.
Axiale Förderung für sehr hochviskose Systeme. Kombinierter Zug-/Druckeffekt für gleichmäßige Wärme- und Stoffübertragung.
Intensive radiale Durchmischung und Scherwirkung. Bevorzugt für Dispersionen, Emulsionen und gas-flüssig-Systeme unter Hochdruck.
Rührerwerkstoffe: PTFE · 1.4571 (316Ti) · Hastelloy C276
Alle Rührer sind ausführungs- und werkstoffabhängig kombinierbar. Der magnetisch gekoppelte Rührer arbeitet vollständig druckdicht ohne dynamische Wellendichtung. Für spezifische Anforderungen sind weitere Rührergeometrien auf Anfrage erhältlich.
FAQ
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Die F-Serie.
Hastelloy C276 empfiehlt sich immer dann, wenn das Reaktionsmedium konzentrierte Salzsäure, Schwefelsäure, Flusssäure-Spuren oder oxidierende Chloride enthält — also Bedingungen, unter denen auch austenitische Edelstähle wie 1.4571 merkliche Lochkorrosion oder Spannungsrisskorrosion zeigen. Typische Anwendungsfelder sind Hochdruckgashydrat-Experimente, chlorhaltige Synthesen, katalytische Prozesse mit schwefelhaltigen Verbindungen und hydrothermale Reaktionen mit Meerwasser-Simulaten. Bei Temperaturen über 200 °C in Gegenwart von Chloridionen ist Hastelloy generell die sicherere Wahl.
Tantal ist der Werkstoff der Wahl für konzentrierte Salzsäure bis zum Siedepunkt, für Flusssäure-haltige Medien und für stark saure Systeme, gegen die auch Hastelloy nur bedingt beständig ist. Pharmakologische und Edelmetall-Synthesen profitieren von der hervorragenden Reinheit (kein Metallaustrag). Da Tantal als Beschichtung aufgebracht wird, lassen sich die mechanischen Vorteile der Druckbehälterwandung (Edelstahl) mit der chemischen Überlegenheit von Tantal an der produktberührten Oberfläche kombinieren. Typisch: Arbeiten mit HF-Gemischen, Königswasser, stark reducierenden Mineralsäuren.
Das Standardmodell ist für Temperaturen bis 350 °C ausgelegt. Die optionale Hochtemperaturvariante erweitert die thermische Auslegung auf 500 °C — ein Bereich, der für Prozesse wie überkritische Extraktion mit CO₂ (scCO₂) bei Extrembedingungen, hydrothermale Karbonisierung, Pyrolyseversuche oder thermokatalytische Cracking-Experimente relevant ist. Die Hochtemperaturausführung umfasst angepasste Dichtungskonzepte (Graphit- oder Metalldichtungen), temperaturbeständige Verbindungselemente und, je nach Konfiguration, spezielle Heizmantel-Geometrien. Diese Variante ist auf Anfrage erhältlich und wird individuell konfiguriert.
Die Druckgeräterichtlinie PED 2014/68/EU ist das europäische Regelwerk für Druckbehälter. Jeder Die F-Serie durchläuft eine dokumentierte Baumusterprüfung sowie eine Druckprüfung auf einen Wert, der deutlich über dem Betriebsdruck liegt. Dies stellt sicher, dass der Reaktor unter Betriebsbedingungen eine substanzielle Sicherheitsreserve besitzt. Die CE-Kennzeichnung ermöglicht den unbeschränkten Einsatz in der EU und in Ländern, die das CE-Zeichen anerkennen, ohne zusätzliche nationale Zulassungen. Für jeden gelieferten Reaktor wird eine Konformitätserklärung ausgestellt.
Ja — innerhalb der F-Serie sind alle Deckel (F250 bis F1000) vollständig untereinander austauschbar. Das bedeutet: Ein Deckel, der für das F500 konfiguriert wurde (z. B. mit bestimmten Anschlüssen, Thermoelementdurchführungen oder Rührerantrieb), kann ohne Modifikation auf einem F250- oder F1000-Behälter verwendet werden. Dieses Konzept reduziert die Investitionskosten erheblich, da bei Volumenskalierung lediglich der Behälter, nicht aber die gesamte Deckelbewirtschaftung ausgetauscht werden muss. Bitte beachten: Die Austauschbarkeit gilt nur innerhalb der F-Serie, nicht modellübergreifend mit der S- oder Q-Serie.
Unsere Ingenieure beraten Sie zu Werkstoffauswahl, Konfiguration und optimaler Druckklasse für Ihre Anwendung — persönlich und herstellerübergreifend.
Programm
Der Die F-Serie ist das Flaggschiff — aber nicht immer der optimale Ansatz. Für kleinere Volumina oder andere Verschlusskonzepte stehen die Serien S und Q bereit.